Sie ist ein ganz besonderes Tool aus der Werkzeugkiste der Hirnforscher: die Optogenetik. Der Mix aus optischen Technologien und Genetik erlaubt es Forschern, mit extremer Präzision die Aktivität von Nervenzellen zu kontrollieren.
Auf dieser Sonderseite haben wir vielfältige Informationen zum Thema zusammengefasst: Artikel, News, Videos sowie Links zu externen Optogenetik-Seiten und Fachaufsätzen.
Per Optogenetik können Wissenschaftler in ungeahnter Detailgenauigkeit untersuchen, wie unser Denkorgan funktioniert. Die neue Technik beflügelt ganze Forschungsgebiete - bis hin zur Psychiatrie. Von Karl Deisseroth» aus SdW 2/2011 (€)
Eine raffinierte Kombination von Optik und Gentechnik versetzt Neurowissenschaftler in die Lage, Schaltkreise im Gehirn mit ungeahnter Präzision zu kartieren – und sogar zu steuern. Von Gero Miesenböck» aus SdW 5/2009 (€)
Mit Hilfe der Optogenetik können Forscher Nervenzellen nach Belieben an- und ausschalten. Möglich machen das lichtempfindliche Moleküle aus Algen und Bakterien, die mit Hilfe gentechnischer Methoden ins Gehirn eingeschleust werden. Von G&G-Redakteur Joachim Marschall» aus G&G 3/2010 (kostenfrei)
Gezielte Lichtbestrahlung von Rattenneuronen enthüllt, dass das Angstgedächtnis von einer speziellen Region der Amygdala vermittelt wird. » spektrumdirekt vom 22.06.2010 (€)
Mit Lichtimpulsen haben Forscher bei Fliegen falsche Erinnerungen erzeugt, was zeigt: Die Methoden der so genannten Optogenetik werden immer ausgefeilter. » spektrumdirekt vom 16.10.2009 (kostenfrei)
Mit einem An- und Ausschalter für Nervenzellen haben Forscher das Gedächtnis von Taufliegen manipuliert. Der Mechanismus bringt Zellen zum Feuern, sobald die Raumtemperatur steigt. » spektrumdirekt vom 16.07.2010 (kostenfrei)
Neurone, durch ein eingeschleustes Algen-Gen lichtempfindlich gemacht wurden, sollen Forschern helfen, den Geruchssinn der Maus zu verstehen. Michael Ehlers vom Howard Hughes Medical Institute und seine Kollegen hoffen, mit der neuen Methode die Zusammenarbeit verschiedener Hirnareale leichter und... » spektrumdirekt vom 18.04.2007
Knapp 20-minütiger Vortrag über die Optogenetik von Gero Miesenböck, University of Oxford, gehalten auf einer TED-Konferenz im Juli 2010. Die kurzweilige Präsentation richtet sich an ein Laienpublikum, ist allerdings in englischer Sprache.
» zum Vortrag
Video der Stanford University, in dem der Stanford-Neurowissenschaftler Karl Deisseroth die von ihm maßgeblich mitentwickelte Technik der Optogenetik vorstellt. Auch dieser spannende Vortrag ist leider nur auf Englisch verfügbar. » zum Video auf Youtube
"Letterstofinkelstein" präsentiert den "Optogenetics Song": eine Kamera und eine (leicht verstimmte) Westerngitarre - mehr braucht es nicht für ein ehrliches, handfestes Gegengewicht zu all der Hightech im Optogenetik-Labor. » Anhören
Die Fachzeitschrift "Nature Methods" wählte die Optogenetik zur Methode des Jahres 2010 - "weil sie Forschern die Möglichkeit gibt, Zellfunktionen mit Licht zu kontrollieren". In einer Übersichtsseite haben "Nature"-Redakteure Fachartikel und Reviews zum Thema zusammengestellt.
» zur Übersichtsseite (englisch)
Sonderseite der Max-Planck-Gesellschaft zur Optogenetik, kuratiert von Ernst Bamberg, MPI für Biophysik in Frankfurt. Neben einer längeren Einführung finden sich zahlreiche nützliche Links - unter anderem auf Max-Planck-Institute mit optogenetischem Forschungsschwerpunkt. » Zur Sonderseite
Boyden, E. S . et al.: Millisecond-Timescale, Genetically Targeted Optical Control of Neural Activity. In: Nature Neuroscience 8, S. 1263 – 1268, 2005 » Zu Nature Neuroscience