Für Emily Hunter, die Tochter des Greenpeace-Gründers Bob Hunter, befinden wir uns im Krieg: die Bewahrer der Natur gegen die Zerstörer der Natur. Dass wir uns im Alltag in dieser Schlacht auf beiden Seiten befinden, dass selbst Klimaschützer für eine Kampagne rund um den Globus fliegen, bleibt hier ausgeblendet.

"Öko-Krieger" stellt uns mit jedem Kapitel jemanden vor, der auf seine ganz eigene Art "für unseren Planeten kämpft". In der Ichform beschreiben junge Menschen aus der ganzen Welt, wie sie sich für etwas einsetzen und wie sie dazu gekommen sind: die indianische Umweltschützerin, die ihr Gebiet gegen einen Kohlekonzern verteidigt und nachhaltige Green Jobs für ihre Leute aufbauen möchte; der Aktivist, der vom Schlauchboot aus Walfangschiffe entert; die Frau, die im Kostüm einer Meerjungfrau mit Delfinen schwimmt und damit deren Abschlachten in der japanischen Bucht Taiji verhindern will.

Es sind Abenteuergeschichten, die dann am stärksten wirken, wenn sie in aller Deutlichkeit erzählen, wie kaputt wir die Welt schon gemacht haben. Wie leer das Meer schon ist, wie vergiftet die Flüsse sind und wie sich zu unserem Zerstörungswerk die Auswirkungen des Klimawandels addieren …