Blut aus dem Verdauungstrakt einer in Bernstein eingeschlossenen Urzeit-Mücke machte es möglich: Im Film „Jurassic Park“ erweckten Wissenschaftler die Dinosaurier wieder zum Leben. Tatsächlich existieren heute Methoden, mit der fossile DNA isoliert, analysiert und sogar zum Leben erweckt werden kann. Rückt der Tierpark ausgestorbener Arten mit Mammuts und Tasmanischen Tigern in den Bereich des Möglichen?
Julia von Sengbusch
Als sich nach der letzten Eiszeit die Gletscher zurückzogen, verschwanden mit ihnen auch viele Tierarten wie das Urpferd, das Wollmammut oder der Säbelzahntiger. Warum all diese Arten plötzlich ausstarben, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Dass sie die Erde bevölkert hatten, verrieten den Paläontologen jedoch Jahrtausende später ihre Knochen, die in der Erde überdauerten. Aus den Skelettteilen lasen die Forscher, dass Mammut und Co wohl vor 15 000 bis 13 000 Jahren ausstarben und fügten sie zum heutigen Bild von den Tieren zusammen.
Eske Willerslevs Fund nimmt sich daneben auf den ersten Blick deutlich kleiner und weniger beeindruckend aus. Der Forscher von der Universität Kopenhagen untersuchte Sedimentsproben aus Alaska und extrahierte schließlich winzige Mengen einer Substanz, die ihm offenbarte, was die...
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