Anwendungen
Evolution im Alltag
In der modernen forensischen Beweisführung, um ein Beispiel zu nennen, bedienen sich Ermittler und Vollzugsbehörden bei ihren Untersuchungen mittlerweile auch evolutionsbasierter Analysen von DNA-Sequenzen. Und im Gesundheitswesen erweisen sich so genannte phylogenetische DNA-Analysen eines wandlungsfähigen Krankheitserregers wie des Vogelgrippevirus als nützlich, etwa um Impfstoffe zu entwickeln und Richtlinien zum Eindämmen der Krankheitsübertragung aufzustellen. Medizinisch oder anderweitig interessante Eiweißstoffe lassen sich durch "gerichtete Evolution" verbessern, einem Laborverfahren zur schnellen Weiterentwicklung von Proteinen. Evolutionärer Konzepte und Mechanismen bedient sich in adaptierter Form unter anderem selbst die Informatik. Hier wurde ein allgemeines, als "genetische Programmierung" bezeichnetes System geschaffen, das komplexe Optimierungs- und Konstruktionsprobleme zu lösen vermag.
Hinzu kommt als neuer biologisch-genetischer Ansatz die erst seit Kurzem praktikable Metagenomik. Sie erweitert in revolutionärer Weise die Möglichkeiten, sich einen Überblick über die in einer Region vorkommenden Sorten von Mikroorganismen und somit über die herrschende Vielfalt zu verschaffen. Betrachtet wird dazu nicht das Erbgut, das Genom, einer einzelnen Art, sondern die DNA der


David P. Mindell ist Dekan für
Naturwissenschaften und Inhaber
des Harry W. and Diana V. Hind
Chair an der California Academy of
Sciences in San Francisco. Zuvor
war er Professor für Ökologie und
Evolutionsbiologie an der University
of Michigan in Ann Arbor und
Kurator der Vogelabteilung am
universitätseigenen zoologischen
Museum.
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