Aufstieg und Untergang der Maya waren stark vom Klima geprägt, meinen Wissenschaftler um Douglas Kennett von der Pennsylvania State University (USA). Die Forscher untersuchten einen Stalagmiten aus der Yok-Balum-Höhle, die im Südosten der Halbinsel Yukatan liegt, nahe an bedeutenden Zentren der Mayakultur.

Laut Uran-Thorium-Datierungen sind die oberen rund 40 Zentimeter des Stalagmiten in den vergangenen 2000 Jahren kontinuierlich gewachsen. Entlang dieses Bereichs nahmen die Forscher zahlreiche Proben und bestimmten darin das Verhältnis der Sauerstoffisotope 18O und 16O. Da dieses von der Menge des Regenwassers abhängt, das in die Höhle sickert, liefern die Ergebnisse einen Überblick über die Niederschläge der zurückliegenden zwei Jahrtausende. Demnach regnete es zwischen 440 und 660 n. Chr. in der Region sehr viel. Anschließend wurde das Klima deutlich trockener, gefolgt von einer lang anhaltenden Dürre zwischen 1020 und 1120 …