Die Suche nach Planeten außerhalb unseres Sonnensystems wird stets ihren Preis haben. Aber kreative Lösungen zeigen, dass man sich nicht länger dafür finanziell ruinieren muss.
Der Autor schreibt als Wissenschaftsjournalist für "Nature" (Übersetzung durch Rainer Kayser)
Astronomen, die nach Planeten rund um ferne Sternen suchen, durften im vergangenen Jahrzehnt viel feiern: Die Anzahl der bestätigten "Exoplaneten" stieg in dieser Zeit von 50 auf über 500. Keiner davon gleicht wirklich unserer Erde. Doch das 2009 gestartete Weltraumteleskop Kepler der NASA lieferte nun Hunderte von Kandidaten - und einige davon könnten sich tatsächlich als sehr erdähnlich erweisen.
Bislang hatten die beteiligten Forscher also unglaublich viel Erfolg - doch ihr Wunsch einer Milliarden Dollar teuren Nachfolgemission für Kepler wurde noch nicht erfüllt. Die Hoffnungen auf ein ambitioniertes Raumfahrzeug wie den Terrestrial Planet Finder haben sich zerschlagen, da die NASA einige Missionen wegen des stagnierenden Wirtschaftswachstums, tiefer Einschnitte in den Etats der Weltraumforschung und Problemen mit dem James Webb Space Telescope (JWST) gestrichen oder verschoben hat.
Die Gemeinschaft der Planetenjäger reagierte darauf mit Kreativität - die Astronomen ersannen Alternativen, um die wissenschaftliche Ausbeute zu maximieren und zugleich die Kosten zu minimieren. Eine von der NASA und der US National Science Foundation gemeinsam eingerichtete Arbeitsgruppe namens Exoplanet Task Force veröffentlichte 2008 einen Bericht, der eine neue Strategie bei der Erforschung dieser Himmelskörper unterstützt. Statt auf den Start eines teuren spezialisierten Raumfahrzeugs zu warten, sollen billigere Verfahren von der Erde aus Planeten bei nahen Sternen entdecken:...
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