Wer behauptet, Deutschland habe keinen Bergbau mehr, liegt völlig daneben: Im Jahr 2009 fuhren Lastwagen Rohstoffe im Wert von 17 Milliarden Euro aus hiesigen Gruben, die zumindest den Bedarf so genannter Massenrohstoffe fast völlig deckten. Denn Kiese und Sande, Kalisalz und Braunkohle können billig mit großen Maschinen gefördert werden. Doch damit nicht genug: Auch der Abbau wirtschaftlich enorm wichtiger Industriemetalle könnte hier zu Lande zukünftig wieder beginnen. Er endete fast überstürzt mit der Wiedervereinigung, als sich deutsche Unternehmen auf dem Weltmarkt plötzlich viel billiger mit Blei, Zink oder Kupfer versorgen konnten. In Folge wurden überall die Bergwerke geschlossen, im Erzgebirge ebenso wie im Harz oder Sauerland. "Die Preise waren so niedrig, dass sich die chemische und metallurgische Industrie von ihrer eigenen Rohstoffbasis getrennt hat", sagt Reinhard Schmidt vom sächsischen Oberbergamt, der diese...