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Architektur

Chinas Wald-Stadt soll entstehen

Chinas Städte wachsen rapide - auf Kosten der Umwelt und der Gesundheit ihrer Bürger. Ein neues wegweisendes Projekt soll beides ändern.
Liuzhou Forest City soll Chinas massive Probleme bei der Verstädterung angehen

Stadt im Wald

Die meisten chinesischen Städte wachsen rapide, aber nicht nachhaltig: Luftverschmutzung raubt vielen Bewohnern den Atem und senkt die Lebensqualität. Doch das Reich der Mitte ist für große Projekte bekannt – und möchte ab 2020 ein wegweisendes städteplanerisches Konzept umsetzen: Liuzhou Forest City, die vom Architekturbüro Stefano Boeri Architetti aus Mailand geplant und verwirklicht werden soll. Alle Gebäude, ob Wohnblöcke oder Büroanlagen, sollen dabei von Bäumen und anderen Pflanzen bewachsen sein. Schließlich werden hier nicht nur 30 000 Menschen leben, die Vegetation nimmt dann auch 10 000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr auf und entzieht der Atmosphäre 57 Tonnen an Schadstoffen, so die Kalkulation der Architekten. Dazu werden 40 000 Bäume und eine Million anderer Gewächse gepflanzt. Geothermie und Solarzellen sollen zudem gewährleisten, dass die Städter wirklich nachhaltig leben. Ob das Projekt am Ende tatsächlich so grün realisiert wird, ist noch offen. Stefano Boeri und Co haben allerdings schon Erfahrung darin, Gebäude flächendeckend zu begrünen: In Mailand haben sie den Bosco Verticale, den vertikalen Wald, verwirklicht.

26/2017

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 26/2017

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