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Fossilien: Das schwangere Urpferdchen aus Hessen

Die kleinen Urpferde aus dem Weltnaturerbe Grube Messel sind weltberühmt - und einer der Gründe, warum die Fundstätte keine Müllhalde wurde. Jetzt überrascht ein neues Exemplar.
Trächtige Urpferdstute

Mutter und Kind

Mehr als 70 Exemplare des kleinen Urpferds Eurohippus messelensis haben die Paläontologen des Frankfurter Senckenberg-Museums bereits in der Grube Messel gefunden. Doch ein derartiges Exemplar war noch nicht darunter: eine schwangere Stute mit ihrem ungeborenen Fohlen (Pfeil). Das etwa 47 Millionen Jahre alte Fossil begeistere wegen seiner anatomischen Qualität, so der Paläontologe Jens Lorenz Franzen vom Sencklenberg. Viele der vorhandenen Knochen befinden sich noch in der anatomisch richtigen Position, zudem blieben Abbilder von Weichteilen wie der Plazenta erhalten und ermöglichen so einen Einblick, wie sich die Jungtiere der nur fuchsgroßen Urpferde entwickelten. Die Stute stand kurz vor der Geburt, starb aber nicht daran: Das Fohlen war noch nicht unterwegs und hatte sich noch nicht in Geburtsposition gedreht. Wahrscheinlich verendete das Tier wie viele andere Exemplare aus Messel an einer Kohlendioxidvergiftung im Sumpf.

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