Roter Planet: Ein ungewöhnlicher Blick auf den Mars

Die europäische Raumsonde Mars Express fotografierte bei einem Kameratest den Mars aus ungewöhnlicher Perspektive.
Vom Marsnordpol nach Süden (Aufnahme der Kamera HRSC auf Mars Express)
© ESA/DLR/FU Berlin / North to south / CC BY-SA 3.0 IGO CC BY-SA IGO
(Ausschnitt)
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Normalerweise fotografiert die hochauflösende Kamera HRSC (High Resolution Stereo Camera) an Bord der europäischen Raumsonde Mars Express die Oberfläche des Roten Planeten, wenn sich diese auf ihrer elliptischen Bahn nahe ihres geringsten Abstands befindet. Dann lässt sich die höchste räumliche Auflösung erzielen. Bei einem Kameratest zu Kalibrationszwecken wurde am 19. Juni 2017 die HRSC eingeschaltet, als sich die Sonde recht weit vom Planeten befand, so dass dieser Streifen eines großen Teils der Marsoberfläche entstand. Oben ist die nordpolare Eiskappe zu sehen, die von Kohlendioxid-Schnee umgeben ist. Knapp der unterhalb der Bildmitte zeigt sich eine rundliche Struktur. Es ist der relativ flache Schildvulkan Alba Patera mit einem Durchmesser von rund 600 Kilometern. Ganz unten, fast am Rand der Planetenscheibe, zeigt sich der Gipfel des Ascraeus Mons, der sich rund 15 Kilometer über seine Umgebung erhebt. Auf dem Bild lassen sich noch weitere kleinere Schildvulkane ausmachen, die zur vulkanischen Region Tharsis gehören.