Biologie: Krieg der Spermien

In Anlehnung an "Star Wars" haben Forscher nun den Beginn des Lebens verfilmt. In den Hauptrollen: eine Eizelle und Millionen Spermien.
von
Illustration eines Spermiums, das auf eine Eizelle zurast
© Wyss Institute at Harvard University
(Ausschnitt)

Epische Weltraumschlacht mal anders: In Anlehnung an die "Star Wars"-Reihe haben Forscher vom Wyss Institute for Biologically Inspired Engineering der Harvard University einen Kurzfilm veröffentlicht, der den Beginn des Lebens veranschaulichen soll. Statt X-Wings, die sich einem Todesstern nähern, können die Zuschauer in "The Beginning" beobachten, wie Millionen Spermien auf eine einzelne, planetenähnliche Eizelle zurasen – mit dem Ziel, dasjenige Spermium zu sein, das am Ende mit der Zelle verschmelzen und sie befruchten darf.

Um ein möglichst breites Publikum zu erreichen und zu begeistern, wollten die Wissenschaftler einen Film schaffen, der die Geschichte eines biologischen Prozesses erzählt, jedoch auch auf molekularer Ebene korrekt ist. So brachten sie überraschend sogar neue Details dazu ans Licht, wie Spermien sich fortbewegen: Sie gewannen tiefere Einblicke in die Struktur des Proteins Dynein, das dabei eine entscheidende Rolle spielt.