Hochgebirge: Umbenannt und geschrumpft

Aus dem Mount McKinley wurde wieder der traditionelle Denali. Doch das ist nicht die einzige Änderung am Berg in Alaska: Er ist etwas kleiner als bislang gedacht.
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Denali - ehemals als Mount McKinley bekannt
© NASA Earth Observatory / Joshua Stevens
(Ausschnitt)
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Mit 6190 Metern über dem Meeresspiegel ist der Denali immer noch der höchste Berg Nordamerikas - auch wenn er dieser Tage rund drei Meter an Höhe eingebüßt hat. Schuld daran sind allerdings keine geotektonischen Prozesse, sondern schlicht verbesserte Messmethoden: GPS- und neue Schwerefelddaten der Erde sorgten dafür, dass US-Wissenschaftler den Berg in Alaska verglichen mit der Messung aus dem Jahr 1952 etwas verkleinerten. Damals vermaßen Bergsteiger die Höhe vom Gipfel aus mit Instrumenten. Immerhin: Der neue Wert liegt deutlich über den 6168 Metern, die 2013 mit Radardaten ermittelt worden waren. Am 30. August 2015 gab die US-Innenministerin Sally Jewell bekannt, dass der Berg von Mount McKinley in Denali umbenannt wird. Das ist der traditionelle Name der einheimischen Koyukon-Ethnie. Er bedeutet "Der Hohe" - was ja immer noch zutreffend ist.