Bilder einer Ausstellung | 10.08.2012 | Drucken | Teilen

Mythos Bullenheimer Berg

Über Jahrtausende hinweg vergruben Menschen immer wieder wertvolle Schätze im Boden, warfen sie in Moore oder Gewässer. Die Gründe dafür waren vielfältig: In unruhigen Zeiten nutzte man das Erdreich oft als eine Art Tresor, um die vergrabenen Gegenstände vor dem Zugriff Fremder zu schützen. Schmiede verwahrten im Boden etwa zerbrochenes Altmetall, um es bei Bedarf wieder einzuschmelzen. Doch häufig dienten die Horte rituellen Zwecken – sie galten als Opfer an die Götter.

Archäologen können mit Hilfe von Hortfunden oftmals wertvolle Rückschlüsse auf die Kultur und Lebensweise vieler Völker ziehen. Auf ähnliche Art und Weise entschlüsselten sie auch das Geheimnis des Bullenheimer Bergs nahe der unterfränkischen Gemeinde Ippesheim: Im Jahr 1973 brachte ein Schatzdepot Forscher auf die Spur der fast 3000 Jahre alten befestigten Siedlung, die sich einst auf dem Plateau des Tafelbergs befand.

In den vergangenen Jahrzehnten fanden sich immer mehr Hortfunde in der bronzezeitlichen Burganlage. Doch zum Leidwesen der Forscher waren es zumeist Raubgräber, die dem Boden die Schätze entrissen. Nur über den Kunsthandel konnten die Museen den Funden letztendlich habhaft werden. Erstmals führt nun das Knauf-Museum Iphofen alle bekannten Stücke aus der Staatssammlung München, dem Germanischen Nationalmuseum Nürnberg und dem Mainfränkischen Museum Würzburg in einer Ausstellung zusammen.


Mythos Bullenheimer Berg
Eine Sonderausstellung des Knauf-Museums Iphofen

Vom 1. Juli bis zum 4. November 2012

Knauf-Museum Iphofen
Am Marktplatz
97343 Iphofen
Internet: www.knauf-museum.de

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