Galerie der Jahreswesen 2013

© Udo Steinhäuser

Das Leberblümchen - Heil- und Giftpflanze zugleich

Als Blume des Jahres 2013 wurde das Leberblümchen (Hepatica nobilis) gewählt. Ihre hell leuchtenden, lila-blaufarbenen Blütenköpfchen erwecken schnell die Aufmerksamkeit von Spaziergängern. Doch Vorsicht ist geboten, denn diese Blume sollte man besser nur aus der Ferne betrachten: Frische Arten enthalten Protoanemonin - ein Toxin. Dieses schwache Gift verteidigt sie gegen Pilze. Pflückt man dieses hübsche Pflänzchen, kann es bei Hautkontakt zu unangenehmen Rötungen, Juckreiz oder Blasenbildungen kommen.

Das Leberblümchen ist fast nur in alten Wäldern zu finden und breitet sich dort auch recht langsam aus. Seinen deutschen Namen erhielt die Blume auf Grund seiner Blattform: Sie erinnert an eine menschliche Leber. Auch wurde sie im Mittelalter als Heilpflanze zur Behandlung von Leber- und Gallenerkrankungen verwendet und kommt heute noch in homöopathischen Dosen bei Leberproblemen, Erkältungen und Bronchitis zum Einsatz.