Quellen der Enceladus-Geysire

Die Wissenschaftler der Cassini-Mission benannten die Verwerfungen auf Enceladus nach Orten aus 1001 Nacht: Hier zu sehen ist Damaskus Sulcus (lateinisch für Furche oder Falte). Die Forscher vermuten, dass die auffälligen Talwälle an den Ausbruchspunkten durch Ablagerung feiner Eispartikel entstehen. Nach wie vor ist nicht eindeutig geklärt, woher die beträchtliche Wärmeenergie stammt, welche die geologische Aktivität des Mondes antreibt. Normalerweise müsste Enceladus wegen seiner geringen Größe schon längst ausgekühlt sein und sich wie sein innerer, rund 100 Kilometer kleinerer Nachbarmond Mimas, als ein toter, kraterübersäter Eisball präsentieren. Auch, ob sich im Inneren von Enceladus große, mit flüssigem Wasser gefüllte Hohlräume befinden, ist bislang unklar. Die beiden Bilder nahm die Raumsonde Cassini am 11. August 2008 bei einem dichten Vorbeiflug auf.