Magazin | 09.04.2010

Bildgebende Verfahren

Unscharfe Methode?

Forscher kritisieren Schwächen der funktionellen Magnetresonanztomografie (fMRT).

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Gehirn und Geist Digital

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aus Gehirn und Geist Mai 2010, S. 11

Datei enthält:

  • Der IQ-Effekt
  • Geisterstunde
  • Gelauscht wie geschnüffelt
  • Lust auf anders
  • Magnetische Momente
  • Malmender Stress
  • Starke Synapsen gegen ADHS
  • Unscharfe Methode?

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Lesermeinung

  • 1. Nicht logisch

    26.04.2010, Ingeborg Maucksch, 91567 Herrieden
    Es mag ja sein, dass die fMRT Schwächen hat, aber die Argumente der Wissenschaftler erscheinen mir nicht logisch:

    1. Dass verschiedene Messungen an derselben Person zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, ist doch ganz normal, denn niemand denkt oder fühlt in verschiedenen Augenblicken auf exakt die gleiche Art und Weise, selbst wenn die Situation oder der Reiz gleich sind. Der Reiz wirkt schwächer, weil er schon langweilt, man ist von anderen Gedanken oder Gefühlen abgelenkt, man ist müder ...

    2. Dass die Hirnscans von zwei Personen bei exakt derselben Aufgabe unterschiedlich sind, ist doch eigentlich auch zu erwarten. Da Menschen verschieden sind, gehen sie auch unterschiedlich an Aufgaben heran, und das spiegelt sich eben auch im Gehirn wider, während das Gehirn einer Person bei unterschiedlichen geistigen Tätigkeiten durchaus im lange gewohnten und geübten Trott reagieren kann.

    Oder ist meine Logik zu laienhaft und enthält irgendwo einen Denkfehler?

    Mit freundlichen Grüßen
    Antwort der Redaktion:


    Sehr geehrte Frau Maucksch,



    Sie haben mit beiden Punkten vollkommen Recht: Kein Messergebnis bildgebender Verfahren lässt sich ganz genauso reproduzieren, weder in erneuten Hirnscans bei derselben Person (und Aufgabe) noch bei gleicher Aufgabenstellung zwischen verschiedenen Probanden. Für die wissenschaftliche Methodik ist das aber ein Problem, weil sie versuchen muss, zufällige Abweichungen weit gehend auszuschließen, die etwa auf spontanen Assoziationen der Probanden oder auf individuellen Besonderheiten im Gehirn beruhen. Schließlich wollen Forscher möglichst allgemeingültige Beziehungen zwischen Verhalten und Hirnphysiologie entdecken. Deshalb fließen in Untersuchungen mittels fMRT und ähnlichen Methoden stets viele Versuchsdurchgänge ein - Artefakte und Zufallseffekte fallen dann statistisch eher unter den Tisch.



    In dem Geistesblitz "Unscharfe Methode?" geht es also nicht darum, ob die beschriebenen Unterschiede auftreten (das ist unvermeidlich), sondern wie stark sie ins Gewicht fallen. Die Argumentation der Forscher Braig Bennett und Michael Miller besagt, dass 29 Prozent Reproduzierbarkeit von Hirnaktivität bei derselben Person und Testbedingung eher wenig Verlass bietet - zumal, wenn ein und dasselbe Gehirn bei unterschiedlichen Aufgaben oft stärker übereinstimmende Aktivitätsmuster zeigt.



    Mit freundlichen Grüßen



    Steve Ayan

    G&G-Redaktion
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