Bei Nebel legen Stechmücken eine
Flugpause ein. Das erstaunt zunächst,
denn mit Regen haben die
Plagegeister kaum ein Problem. Wenn
die Tiere im Flug mit fallenden Tropfen
zusammenstoßen, taumeln sie
zwar vorübergehend, werden sonst
aber kaum beeinträchtigt, obwohl sie
dabei enorme Beschleunigungen
erfahren. Wissenschaftler um Andrew
Dickerson vom Georgia Institute of
Technology (USA) haben jetzt gezeigt,
warum Nebel mit seinen viel feineren
Tröpfchen – sie sind etwa 100-mal
kleiner als Regentropfen – die Tiere
dazu zwingt, am Boden zu bleiben.
Mit Hilfe von Hochgeschwindigkeitskameras
fand das Team heraus,dass die Mücken zwar kaum
Halterenschwingung als Gleichgewichtshilfe bei Dipteren – faszinierend! Mitte des vorigen Jahrhunderts hieß es nur: "Blitzstart der Fliegen beruht auf Frequenzübertragung von den Halteren (die immer schwingen) auf die Flügel."
1. Halterenschwingung als Gleichgewichtshilfe
04.03.2013, Dietrich Baumert, Berlin-Hermsdorf