Chemie
Phosphor - ein Element auf Leben und Tod
Aus dem Englischen von Anna Schleitzer. Wiley-VCH, Weinheim 2001. 320 Seiten, € 24,90
Markus Mathys
Ausgerechnet eine Halbwissenschaft des finsteren Mittelalters, die Alchemie, hat die Grundlagen für die exakte Naturwissenschaft Chemie gelegt. Die Geschichte der Darstellung des Phosphors gibt dafür ein eindrucksvolles Beispiel. Während des Mittelalters war elementarer Phosphor, der in der Natur praktisch nicht vorkommt, als "leuchtendes Element" von den Alchemisten so begehrt, dass sie ihre Herstellungsmethoden um jeden Preis geheim hielten. So sind die Geschichten der Alchemisten Hennig Brandt, Johann Kunckel und Daniel Kraft, die allesamt im späten 17. Jahrhundert die Gewinnung von Phosphor aus Urin entwickelten, geprägt von persönlichen Eitelkeiten und Geheimhalterei. Erst mit einem Brief von Robert Boyle (1627-1691), einem der Gründerväter der modernen Chemie, in dem es um die Herstellung des Phosphors geht und der erst nach Boyles Tod veröffentlicht werden durfte, beginnt dessen Untersuchung nach wissenschaftlichen Maßstäben.
Mit einem Sprung geht Emsley dann zu der Rolle des Phosphors im Gesundheitsbereich über. Der Iatrochemie des Paracelsus zu


abrufen





Mente et Malleo |
Gedankenwerkstatt |
Landschaft & Oekologie |
Graue Substanz |
Labyrinth des Schreibens |
Vom Hai gebissen |
Robotergesetze |
Natur des Glaubens |
Die Natur der Naturwissenschaft |
Quantensprung |
Raumschiff Erde |
MENSCHEN-BILDER | 





