Chemie
Schieblehre inspiriert Aufbau von Nanoringen
Eine 380 Jahre alte Idee aus dem Vermessungswesen eröffnet neue Wege zur gezielten chemischen Synthese von Strukturen für die Nanotechnik.
Dadurch lassen sich Größenunterschiede auf Zehntelmillimeter genau bestimmen. Liegt zum Beispiel der erste Strich der Neunerskala zwischen sieben und acht Millimeter und der vierte genau auf einem Millimeterstrich, so beträgt die gemessene Länge 7,4 Millimeter. Diese geniale Idee stammt übrigens nicht, wie der deutsche Name unterstellt, von dem portugiesischen Astronomen Petrus Nonius (1502 – 1578). Vielmehr hat sie der französische Mathematiker Pierre Vernier (1580 – 1637) im Jahr 1631 veröffentlicht. Anstatt mit zwei großen, teilerfremden Skalen in kleinere Welten hineinzuzoomen, kann man das Nonius-Prinzip aber auch umgekehrt benutzen, um mit kleinen Skalen etwas Größeres aufzubauen


Michael Groß ist promovierter Biochemiker und
freier Wissenschaftsautor in Oxford (England).
abrufen





Go for Launch |
WILD DUECK BLOG |
Gute Geschäfte |
Anatomisches Allerlei |
Umweltforsch |
Himmelslichter |
Robotergesetze |
Natur des Glaubens |
Fischblog |
Mente et Malleo |
Labyrinth des Schreibens | 






1. Grober technischer Fehler im Artikel
20.04.2011, Werner BeckerZitat:
"Das liegt an ihrer Nonius-Skala, die aus zwei Maßstäben besteht: einer normalen Millimeterskala und einer anderen, bei der ein Zentimeter in neun statt zehn Teile untergliedert ist. Da die beiden Zahlen keine gemeinsamen Teiler haben, kann jeweils nur ein Strich der Neuner- mit einem der Zehnerskala zusammentreffen."
Korrekt wäre in etwa:
"Das liegt an ihrer Nonius-Skala, die aus zwei Maßstäben besteht: einer normalen Millimeterskala und einer anderen, bei der die Zehnerskala um einen Millimeter verkürzt ist. Da die beiden Zehnerskalen unteschiedliche Teilungslänge haben, kann jeweils nur ein Strich der Nonius- mit einem der normalen Skala zusammentreffen."
Ich könnte noch anmerken, dass es "Schieblehren" ohnehin nicht gibt - die korrekte Bezeichnung lautet "Meßschieber".
Für die Verwendung der Bezeichnung "Schieblehre" gab es zu meiner Lehrzeit mindestens einen tadelnden Blick des Ausbilders.
2. Korrekte Nonius-Skala
27.04.2011, Reinhard Göller, Karlsruhe3. Erhaltung der Vielfalt
02.05.2011, T. Förster, HamburgEin gutes Beispiel für einen gelungenen Artikel ist für mich "Schieblehre inspiriert Aufbau von Nanoringen" - allein das Intro mit der Schiebelehre bringt da schon vergnüglichen Wissensgewinn und macht neugierig auf den gesamten Artikel.
4. Messschieber ist keine Lehre
10.05.2011, Rüdiger Spode, Hamburgund
Messschieber schreibt sich nach neuer Rechtschreibung tatsächlich mit drei s, auch wenn es komisch aussieht.
5. Parallaxefehler beim Ablesen
24.05.2011, Helmut LefflerDiese hat nämlich einen 20-teiligen Nonius von
39 mm Länge und gestattet somit die Maß-Ablesung mit einer Genauigkeit von 5/100 mm, wie auch auf dem Schieber eingraviert.
Der Gewinn an Genauigkeit wird aber durch den Parallaxefehler beim Ablesen der langen Skale wieder zunichtegemacht.