Auch bei den Guppies lassen beide Geschlechter lieber die häuslichen Pflichten
auf sich ruhen, um mit möglichst vielen Partnern für ausreichenden Nachwuchs
zu sorgen. Dabei unterscheidet sich die Absicht der Männchen, die lediglich
daran interessiert sind, ihre Gene möglichst weit zu streuen, deutlich von
derjenigen der Weibchen. Biologen fanden heraus, dass die Fischdamen - wenn
sie sich im Schnitt vier verschiedene Väter für ihre Brut ausgesucht hatten -
bis zu 73 Prozent mehr Junge zur Welt brachten und damit auch ihre Gene besser
in der Population etablierten. Außerdem verringerte sich die Tragzeit bis zur
Geburt und der Nachwuchs lernte schneller, geschickt zu schwimmen und Feinden
besser zu entkommen.
Männliche Guppies (Poecilia reticulata) versuchen sich - wie bei vielen anderen Tierarten auch - mit einer möglichst großen Zahl von Weibchen zu paaren. Da nun aber nahezu alle Männchen gleich denken und für jeden im Schnitt nur ein Weibchen zur Verfügung steht, schaffen es in der Regel nur die stärksten und schönsten Verehrer, mehrere Damen für sich zu gewinnen. Auf diese Weise geben...
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