Das Weltall wimmelt von Wohnstätten
Fast jeder Stern hat mehrere Begleiter.
Für Kant, den deutschen Philosophen der Aufklärung, war das Firmament zwar nicht mehr Gegenstand religiöser Betrachtung, aber immer noch staunenswert: "Der bestirnte Himmel" erfüllte sein "Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt." Hingegen findet wenig später der Philosoph Hegel am Sternenhimmel überhaupt nichts Erhabenes; er vergleicht ihn mit einem Ekzem und einem Insektenschwarm: "Dieser Licht-Ausschlag ist so wenig bewundernswürdig, als einer am Menschen, oder als die Menge von Fliegen."
Im 20. Jahrhundert schlägt die Stunde der astronomischen Tragiker. Das Weltall erscheint in


Michael Springer ist promovierter Physiker und ständiger Mitarbeiter bei "Spektrum der Wissenschaft".
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1. Reichlich spekulativ
20.02.2012, Paul Kalbhen, GummersbachLassen wir eine ähnliche Natur- und Evolutionsgesetzlichkeit in der komplexen Entwicklung der Lebewesen wie auf der Erde zu, so bleibt doch die mathematische Folgerung: Die Grenzzahl "null" als Maß der Wahrscheinlichkeit menschlicher Existenz - für das Kalkül des "anthropischen Prinzips" - multipliziert mit der Grenzzahl "unendlich" als Maß bewohnbarer Planeten im All - für den Markt der "unbegrenzten Möglichkeiten" - führt zu einem "unbestimmten" Ergebnis für Leben im All. Denn das Produkt aus "null mal unendlich" kann in der Mathematik jede beliebige endliche Zahl darstellen, bis zum Grenzwert "null" (nach Bernoulli-l'Hospital) - wogegen dann freilich für diese Unwahrscheinlichkeit intelligenten Lebens Michael Springers eigene Existenz sprechen würde.