Der Beweis der Keplerschen Vermutung
Nach fast 400 Jahren steht nun wohl endgültig fest: Die naheliegendste Art, Kugeln möglichst platzsparend aufeinanderzupacken, ist auch die optimale.
Dr. Christoph Pöppe
Auf diese erste Lage schichtet man eine zweite, gleichartige; deren Kugeln legen sich wie von selbst in die Lücken, die je drei Kugeln der unteren Schicht lassen (Bild). Nur wer genau aufpaßt, merkt, daß jede zweite dieser Lücken frei bleibt; es gibt gewissermaßen schwarze (gefüllte) und weiße (freie) Lücken, die sich in dem Dreiecksmuster schachbrettartig abwechseln. In die Lücken der zweiten Schicht – entweder in die weißen oder in die schwarzen – legt man die dritte, und so weiter. Da man sich bei jeder Schicht aufs neue für schwarz oder weiß entscheiden kann, gibt es unendlich viele gleichberechtigte Anordnungen dieser Art.
Eine Packung von Kugeln kann natürlich den Raum niemals so vollständig ausfüllen wie ein Stapel von Würfeln – zwischen den krummen Kugeloberflächen bleiben zwangsläufig immer gewisse Zwickel frei. Bei der beschriebenen Anordnung beträgt der von den Kugeln ausgefüllte Anteil des Gesamtvolumens p/SQRT18; das sind immerhin 74,048 Prozent.
Daß es nicht besser geht, hat der Mathematiker und Astronom Johannes Kepler, besser bekannt für seine Gesetze der Planetenbewegung, schon 1611 vermutet. Nur konnte er es nicht beweisen – und Generationen von Mathematikern nach ihm ebensowenig. Damit hat dieses Problem den Lösungsversuchen der Fachleute sogar etwas länger widerstanden als die ungleich berühmtere Fermats


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1. Kürzester Kepler-Beweis
12.03.2008, Ulrich Seyffert, In der Hohl 1, 57632 SeifenKugeltetraeder aneinandergesetzt (abwechselnd 180° gegeneinander gedreht) bilden die Keplersche Packung.
Das ist ein Beweis der Keplervermutung, weil für das Kugeltetraeder die größte Dichte offensichtlich ist.
Engste Packungen bilden automatisch Gitter. "Zì rán" = natürlich = selber so sein , wie die Chinese sagen. Deshalb halte ich nichts von exorbitanten Untersuchungen von irregulären dichtesten Packungen.
2. Packung von Kugeltetraedern
13.03.2008, Ulrich Seyffert, In der Hohl 1, 57632 SeifenHaben Sie grad mal ein paar Kugeltetraeder zur Hand? Packen Sie 1 links, 1 rechts bei einer Kugel, setzen die 2 Dreiecke aufeinander, und jetzt verdrehen um 1/6, einrasten. Zusammenkleben. Eine schiefe Säule ist entstanden, begrenzt von 6 Rauten aus je 2 Dreiecken. Machen Sie sich mehrere davon. Aneinander, übereinander , nebeneinander ... bilden sie die Keplerpackung.