In weiten Teilen Nordamerikas treten Zikaden auf, die sich alle 13 oder 17 Jahre über der Erde massenhaft vermehren - danach leben sie als Larven wieder 13 oder 17 Jahre unter der Erde. Wissenschaftler haben jetzt vermutlich das Rätsel gelöst, warum der Lebenszyklus dieser Insekten so ungewöhnlich ist: Die Forscher haben ein Jäger-Beute-Modell entwickelt, in dem nur Lebenszyklen, deren Länge eine Primzahl von Jahren ist, stabil sind. Damit wurde erstmals eine Brücke zwischen zwei sonst weit auseinander liegenden Disziplinen, der Zahlentheorie und der Biologie, geschlagen.
Im Jahr 1634 erlebten europäische Siedler im Osten Tennessees erstmals eine Angst einflößende Zikadenplage. Seitdem wiederholt sich die Massenvermehrung dieser Insekten regelmäßig alle 17 Jahre - und wurde so auch 1991 pünktlich zum 22. Mal registriert. Die Plage beginnt jeweils damit, dass die Böden von Plantagen oder Wäldern über Nacht durchsiebt werden: Aus kleinen, nahe beieinander liegenden Löchern - man zählt bis zu 40 000 Löcher um einen Baum...
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