Diese Annahme basiert laut Justin Read von der Universität Zürich und seine Kollegen allerdings auf Computermodellen, die nur die Anziehungskraft der Dunklen Materie einbeziehen. Die neuen Simulationen berücksichtigen hingegen auch die von gewöhnlicher Materie ausgehende Gravitationswirkung.
Sterne und Gas sollen sich bereits in der Frühzeit des Universums in Scheiben angesammelt und damit auch beeinflusst haben, wie sich kleinere Halos aus Dunkler Materie bilden. Die Ergebnisse der Wissenschaftler deuten nun darauf hin, dass sich die meisten Klumpen in unserer Nähe rund um die Milchstraße versammelten. Die größten Klumpen wurden dagegen bevorzugt in Richtung der galaktischen Ebene gezogen und dann auseinander gerissen.
Erde und Sonne bewegen sich mit rund 220 Kilometern pro Sekunde auf einer fast kreisförmigen Umlaufbahn um das Zentrum der Galaxis. Da sich der "dunkle" Halo nicht mitdreht, sind wir auf der Erde theoretisch ständig von einem Wind aus schnellen Dunkle-Materie-Partikeln umgeben. Da die "dunkle" Scheibe in derselben Geschwindigkeit rotieren sollte wie die galaktische Scheibe, wären die Teilchen darin aus unserer Perspektive viel langsamer.
Damit sind sie prinzipiell einfacher nachzuweisen als die schnellen Halo-Partikel. Bislang können die Detektoren die langsamen Teilchen allerdings noch nicht vom Hintergrundrauschen unterscheiden, erklären die Autoren. Aber bereits in naher Zukunft sollten sensiblere Experimente ihre Simulation überprüfbar machen. (mp)
© spektrumdirekt





drucken




Uhura Uraniae |
Raumschiff Erde |
Go for Launch |
Himmelslichter |
Astronomers do it at Night |
Einsteins Kosmos |
Astra's Spacelog | 






1. Milchstraße besitzt womöglich Scheibe aus Dunkler Materie
19.09.2008, Theodora Pape, GöttingenMit welchen Experimenten wäre ein solcher Nachweis der langsameren DM-Partikel möglich?