Doch wie genau wirkt das Edelmetall gegen Gerüche? Es ist nicht der Schweiß an sich, der stinkt: Erst wenn unzählige Bakterien ihn auf der Haut zersetzen, entsteht der typische Mief. Silber aber tötet Keime ab – das wussten schon die alten Römer, die mit Silbermünzen ihr Trinkwasser rein halten wollten. Heute findet sich das Edelmetall daher auch auf Pflastern und in Krankenhausmöbeln. Genauso bekämpfen die Silberteilchen im Laufshirt die eigentlich harmlosen Bakterien auf der Haut, die beim Schwitzen zu müffeln anfangen. Aber auch andere Nanoteilchen begegnen uns im Alltag bereits: Etwa Partikel aus Titandioxid, die nicht nur in Sonnenkreme vorkommen, sondern in etwas größerer Form auch als Aufheller in Farben, Lacken oder Zahnkreme.
Nur vor dem Essen macht der Siegeszug der Nanotechnologie erst einmal Halt: Da bei vielen neuen Nano-Stoffen noch ungeklärt ist, ob sie gesundheitlich unbedenklich sind, landen Ideen etwa für die Haltbarmachung von Lebensmitteln erst einmal in der Schublade. Lediglich Titandioxid ist als Farbstoff "E 171" in mancher Fertignahrung enthalten, und einige Firmen mischen ihren Nahrungsmitteln Aluminiumsilikate bei, damit zum Beispiel Salz, Kaffeepulver oder Gewürzmischungen nicht verklumpen.
Zum Hintergrund: Nanowissenschaft ist noch ein recht junger Forschungszweig, der sich mit Strukturen von zirka 1 bis 100 Nanometer Größe beschäftigt. Ein Nanometer ist der milliardste Teil eines Meters, also eine Million mal kleiner als ein Millimeter. Wegen ihrer sehr geringen Größe haben Teilchen im Nano-Format mitunter ganz andere Eigenschaften als Partikel im Mikro- oder Millimeter-Bereich. In der dritten Ausgabe von "Spektrum neo" dreht sich alles um die Welt im Nano-Maßstab.




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