Onkel Petros und die Goldbachsche Vermutung
Aus dem Englischen von Maren Radbruch.
Lübbe, Bergisch Gladbach 2000. 223 Seiten, DM 29,80
Dr. Christoph Pöppe
Just um diese Zeit veröffentlicht Kurt Gödel seinen berühmten Unvollständigkeitssatz, wonach es innerhalb eines Systems wie etwa der Zahlentheorie wahre, aber innerhalb des Systems unbeweisbare Sätze gibt. Papachristos kommt daraufhin zu der (durch Gödels Satz nicht begründeten) Überzeugung, die Goldbachsche Vermutung sei unbeweisbar, gibt seine Bemühungen auf – und wenig später die Mathematik überhaupt, als die Nazis ihn aus Deutschland vertreiben.
Erst Jahrzehnte später reißt sein "wertester Neffe", der Autor des Buches, ihn durch bohrende Fragen aus beschaulichem Nichtstun. Papachristos nimmt seine Forschungen wieder auf, verkündet den Durchbruch – und stirbt in derselben Nacht an einem Schlaganfall. Den Beweis der Goldbachschen Vermutung, wenn er ihn denn hatte, nimmt er mit ins Grab, wie sein berühmter Fachkollege Pierre de Fermat den seinigen.
Natürlich ist der Held des Buches eine Erfindung von Apostolos Doxiadis, der selbst als Fünfzehnj&a

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