Eine verknitterte Platinfolie eröffnet Chemikern ganz neue Blicke auf das Geschehen vor ihnen: Der Faltenwurf des Katalysators, erzeugt durch Schwankungen während des Reaktionsablaufes, kann als Maß für die erzeugte Wärmeenergie dienen.
Die Musterbildung bei katalytischen Oberflächenreaktionen wird durch die Temperatur beeinflusst, bei der die Reaktion abläuft. Verändert sich die Oberflächentemperatur, ändert sich auch der Verlauf der chemischen Prozesse, was in Extremfällen zu Frontenbildungen, zum Beispiel in Form von Konzentrationsmustern, oder zur lokalen Überhitzung von Katalysatoren führen kann.
Wissenschaftler um Harm Hinrich Rotermund und Gerhard Ertl am Fritz-Haber-Institut in Berlin haben den Einfluss von Wärmeerzeugung während der katalytischen Oberflächenreaktion von Sauerstoff und Kohlenmonoxid auf die Musterbildung mit Hilfe eines ultradünnen Platinkatalysators genauer untersucht. Hierbei stellten die Forscher fest, dass die dünne...
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