Recycling historischer Gebäude
Dr. Klaus-Dieter Linsmeier
Beispielsweise bietet Holz, das einstmals im Winter geschlagen wurde und somit wenig Wasser und Nährstoffe enthielt, nach so langer Zeit für Schadorganismen kaum noch eine Lebensgrundlage und dürfte sich nicht mehr verziehen. Alte Dachziegel und Backsteine sind aufgrund besserer Materialien, sorgsamen Brandes und handwerklicher Herstellung oft haltbarer und ästhetisch ansprechender als viele industriell gefertigte.
Mitunter werden die Gebäude auch komplett zerlegt und an anderer Stelle etwa als Wohnhaus wiederaufgebaut. Im Gegensatz zu landläufigen Vorstellungen über die Kosten solcher Unternehmungen entstehen dabei nicht nur haltbarere Objekte, die Wiederverwertung hilft den Bauherren auch sparen. Mitunter hatten schon die ersten Besitzer an eine Zweitverwendung gedacht: Mancher wohlhabende Bauer errichtete auf seinem Hof ein Fachwerkhaus für die Tochter; zur Hochzeit wurde die Immobilie als Mitgift verfrachtet. (K.-D. L.)


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