Brütende Sommerhitze, die man früher allenfalls aus den Regionen rund ums Mittelmeer kannte. Rekordverdächtige Trockenperioden, in denen wochenlang kein Tropfen Regen fällt. Dann wieder tobende Stürme. Und nicht zuletzt gefräßige Insekten, die sich in der Wärme kräftig vermehren. Was die Modelle der Klimaforscher für die Zukunft Mitteleuropas vorhersagen, beunruhigt auch Forstwissenschaftler und Ökonomen.

Jede Baumart hat ihre ganz speziellen Ansprüche beispielsweise an Temperatur und Niederschlag, was sich in ihren heutigen Verbreitungsgebieten widerspiegelt. Anhand von Computersimulationen lässt sich abschätzen, welche Regionen künftig ähnliche Verhältnisse bieten könnten. Allerdings hat die Sache einen Haken. Denn noch bergen die Klimamodelle vor allem auf regionaler Ebene große Unsicherheiten. "Kaum jemand zweifelt noch daran, dass es in Mitteleuropa wärmer wird", versichert Andreas Bolte vom Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei. Der Wissenschaftler, der das Institut für Waldökologie und Waldinventuren in Eberswalde leitet, sieht aber Probleme bei der Einschätzung der künftigen Regenmengen.

Generell gehen Klimaforscher zwar davon aus, dass es im Osten Deutschlands im Mittel eher trockener, im Westen dagegen feuchter werden könnte – wobei extreme Trockenphasen in ganz Deutschland zunehmen werden. Doch mit wie viel Wasser einzelne Regionen genau zu rechnen haben, ist schwer einzuschätzen. "Das ist aber für das Schicksal der einzelnen Baumarten entscheidend", erklärt Bolte.

Einige Trends zeichnen sich seiner Ansicht nach jedoch trotz aller Unsicherheiten schon ab. Etwa dass …