Das aktuelle Stichwort
Vakuum-Bombe
Sie wird als "Vater aller Bomben" von ihren Erbauern bezeichnet und könnte die stärkste konventionelle Waffe sein, die Militärs bislang erbauten: die neue Vakuum-Bombe, die das russische Militär in einer beeindruckenden Präsentation vorstellte. Wie funktioniert sie?
Daniel Lingenhöhl
Die Vakuum- oder thermobarische Bombe ist daher die stärkste konventionelle Waffe, die zur Entwicklungsreife gebracht wurden. In Russland setzten die Ingenieure nun sieben Tonnen eines neuen hochexplosiven Sprengstoffs ein, der mit Nanotechnologie erzeugt wurde, wie russische Medien berichteten. Damit nutzten sie eine Tonne weniger Explosivmaterial als die US-Amerikaner, die 2003 in Florida die bislang größte konventionelle Bombe namens MOAB (Massive Ordnance Air Blast) zündeten. Die Sprengkraft des russischen Exemplars war wegen der verbesserten Technik jedoch viermal so groß.
Im russischen Fernsehen war zu sehen, wie die Bombe während eines Tests ein vierstöckiges Haus pulverisierte. Fachleute warnen allerdings, dass die Sprengwirkung und Zielrichtung nicht so gut einzuschätzen ist wie jene erprobter konventioneller Waffen: Es komme entscheidend auf die Geometrie der Aerosolwolke an, die beim Zünden zuerst freigesetzt wird.
Der Vize-Stabschef der russischen Streitkräfte, Alexander Ruschkin, betonte, dass die Bombe die nationale Sicherheit des Landes garantieren soll. Gleichzeitig biete sie die Möglichkeit, den internationalen Terrorismus "in jeder Situation und Region" zu bekämpfen. Eingesetzt wurden ähnliche Waffen durch sowjetisches und russisches Militär bereits in Afghanistan und Tschetschenien. Und auch die Amerikaner nutzten thermobarische Bomben während des Vietnamkriegs – etwa um Wälder zu zerstören oder Minengürtel zu räumen – sowie in Afghanistan, um Al-Quaida-Kämpfer in unterirdischen Verstecken zu töten.
Laut russischem Verteidungsministerium werden durch die Neuentwicklung keine internationalen Abkommen verletzt. Außerdem wolle sein Land kein neues Wettrüsten damit einläuten. Amerikanische Experten äußerten sich gegenüber der BBC, dass das Land mit der Zündung vielmehr ein psychologisches Signal aussenden wolle – ähnlich wie die USA, die kurz vor der Invasion des Irak MOAB sprengten.



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1. Waffeneinsatz
13.09.2007, Klaus Deistung, WismarSo eine „Vakuum“-Bombe mit 7 t Sprengstoff kommt an die Sprengkraft von 1 kt Kernwaffen – hier meist Artilleriegranaten – heran. Da aber solche Bomben auch als Präzisionswaffen lasergesteuert werden können, bringt eine unsymmetrische Aerosolwolke wegen hoher Gebäude nur selten Sprengkraftverluste. Eine entsprechend hohe Zündung wirkt dem in Grenzen entgegen.
Es bleibt eine gefährliche Waffe – und ob nun 95% oder 90% der maximalen Sprengkraft erreicht werden – den Opfern hilft das nicht mehr!
2. Waffeneinsatz
13.09.2007, Andreas Heinisch Halle /SaaleIst das nicht pervers? Anstatt man daran arbeitet, wie sich Menschen untereinander friedlich begegnen, Handel treiben, die Weltmedizin verbessert und den Welthunger und die Armut bekämpft, konstruiert man unter dem viel strapazierten Begriff "wissenschaftlich" weiterhin gefährliche Waffen.
Die Russen müssen es ja wissen, mit ihren A-Bombenversuchen und Militärtechnikversuchen im Allgemeinen haben sie ganze Landstriche in ihrer Heimat verseucht, obwohl in diesen Gebieten noch unzählige Menschen leben.
Ein Menschenleben zählt dort überhaupt nichts. Es war in Russland so, es ist auch heute noch so und wird in Zukunft dort auch noch so sein! Unter dem Motto, die Natur zerstören, aber wir haben die Macht!
Deshalb finde ich den Beitrag von Klaus Deistung gut.