b) Australopithecus africanus
c) Homo heidelbergensis
d) Homo neanderthalensis
Den Gattungsnamen Australopithecus (australis, lat.: südlich; pithekos, griech.: Affe) prägte der britische Anthropologe Raymond Dart, der 1924 in Südafrika einen 2,3 Millionen Jahre alten Schädel entdeckte und die neue Hominidenart als Australopithecus africanus beschrieb.
Am 21. Oktober 1907 entdeckte Otto Schoetensack in dem kleinen Ort Mauer bei Heidelberg einen etwa 500 000 Jahre alten menschlichen Unterkiefer, der als Belegexemplar für die von ihm beschriebene Art Homo heidelbergenis dient. Der Name hat sich inzwischen weitgehend durchgesetzt, dennoch bleibt die Artzugehörigkeit umstritten. Viele Anthropologen gehen davon aus, dass es sich hier um eine primitivere Form des "aufrechten Menschen", des Homo erectus handelt, aus dem sich vermutlich der Neandertaler entwickelte.
Das Neandertal bei Düsseldorf war der Namenspatron von Homo neanderthalensis. Im August 1856 stießen in dem Tal (damals noch mit "th" geschrieben) die Schaufeln von Arbeitern auf menschliche Überreste. Der Amateur-Naturforscher Johann Carl Fuhlrott erkannte die Bedeutung des Fundes, der auf 40 000 bis 50 000 Jahre datiert wird, und beschrieb ihn 1857 zusammen mit dem Anatomen Hermann Schaffhausen - zwei Jahre vor Darwins Veröffentlichung Die Entstehung der Arten. Inzwischen gehen die meisten Wissenschaftler davon aus, dass der Neandertaler eine Unterart des "weisen Menschen" ist und daher Homo sapiens neanderthalensis heißt.