Seit Jahrzehnten arbeiten Wissenschaftler daran, das Ich-Bewusstsein im Gehirn zu verorten. Dabei kommen sie einer Vorstellung davon, was das "Selbst" eigentlich ausmacht, immer näher.
Die Autorin ist freie Wissenschaftsjournalistin in Oldenburg.
"Ich lese einen Artikel", "Ich muss gleich in die Sitzung", "Ich habe eigentlich keine Lust". Ein Gefühl von "Ich" begleitet uns durch unser Leben. Wo ist dieses "Ich" im Gehirn verankert? Zahlreiche neurowissenschaftliche Studien haben sich auf die Suche nach einer Repräsentation des "Ich" im Gehirn gemacht - nach einer Struktur, von der man sagen kann: Hier liegt das "Selbst". Noch hat man keine solche Struktur gefunden.
Die Forschungsrichtung bekam eine neue Wende, seitdem Wissenschaftler versuchen, genauer zu definieren, wonach sie eigentlich suchen. Denn Ich-bezogene Prozesse sind vielfältig. Ob wir uns im Spiegel betrachten, über uns nachdenken, Erinnerungen an uns selbst haben oder unseren Körper spüren - all diese Prozesse haben etwas mit "Ich" zu tun, sind jedoch von Grund auf verschieden. Haben selbstbezogene Prozesse vielleicht dennoch eine Art Grundbaustein, nach dem man zuerst suchen kann?
Viele Forscher sind sich darin einig, dass die Wurzel sämtlicher Ich-bezogener...
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