Eines der bekanntesten Gesetze der Physik lautet: In einem elektrischen Leiter verhalten sich Spannung und Strom proportional zueinander. Der Proportionalitätsfaktor ist der elektrische Widerstand R, sein Kehrwert der elektrische Leitwert. Dieses nach seinem Entdecker Georg Simon Ohm (1789 – 1854) benannte Gesetz erweist sich bei einem Großteil der Materialien und Bauelemente als gültig. Doch wie so oft bestätigen Ausnahmen die Regel. Der Widerstand von Halbleiterdioden etwa sinkt nichtlinear oder steigt fast ins Unendliche, je nachdem, wie die anliegende Spannung gepolt ist. Eines aber galt bislang immer: Ohne Spannung ist der Widerstand wieder der alte. Das Bauelement hat den erreichten Zustand auf einen Schlag "vergessen".

Was aber wäre, wenn es ein Gedächtnis besäße? Wenn sich ihm ein hoher oder geringer Widerstand auf Dauer einschreiben ließe? Zwei mögliche Anwendungen wären hochspannend. …