Albrecht Ajtos (Ajtos = Tür), aus Ungarn nach Nürnberg
kommend, erlernt dort bei Hieronymus Hofer den Beruf
eines Goldschmieds; er nimmt den Namen Türer an und heiratet
die Tochter seines Lehrherrn. Das dritte Kind (von
insgesamt achtzehn) aus dieser Ehe wird auf den Vornamen
des Vaters getauft. Mit 13 Jahren tritt der junge Albrecht Dürer in die Werkstatt seines Vaters ein, beginnt dann aber
mit 15 eine Lehre beim Nürnberger Maler Michael Wolgemut.
Am Ende der Lehrzeit erkennt der "Meister", dass er
seinem "Lehrling" nichts mehr beibringen kann, und empfiehlt
ihm die "Wanderschaft" nach Basel, Colmar und Straßburg – so wie dies auch in
anderen Handwerksberufen üblich ist.
Nach seiner Rückkehr heiratet Albrecht Dürer
– vermutlich auf Wunsch seiner Eltern – Agnes Frey, Tochter eines befreundeten
Handwerkers. Obwohl gerade erst verheiratet, bricht er nur wenige Monate später zu
einer ersten Italienreise auf, um vor Ort mehr über die neue dramatische Entwicklung
der Kunst und der Wissenschaften zu erfahren. Zwar besucht er nur die
Städte Verona und Venedig und lernt weder Luca Pacioli noch Leonardo da Vinci
persönlich kennen, erfährt aber so viel von der neuen,
besonderen Bedeutung der Mathematik für die Kunst, dass
er sich nach