August 2008
Vermutlich hat es sich so zugetragen: Der wohlhabende Lederhändler Dominique Fermat ist in erster Ehe mit Franciose Cazeneuve verheiratet; 1601 wird ihnen ein Kind namens Pierre geboren und stirbt bald darauf. Nach dem Tod seiner ersten Ehefrau heiratet Dominique Fermat seine zweite Frau, Claire de Long. Einer der in dieser Ehe geborenen Jungen erhält den gleichen Vornamen wie sein verstorbener Halbbruder.
Nach dem Besuch der örtlichen Schule der Franziskaner besucht Pierre Fermat die Universitäten in Toulouse und Bordeaux – mit großem Interesse an mathematischen Themen. In Orléans schließt er ein Jura-Studium an; 1631 wird er als Anwalt in Toulouse zugelassen. Zum Conseiller au Parlement (Gericht) ernannt, kümmert er sich um Petitionen der Bürger an die Regierung in Paris. Wegen der Bedeutung des Amtes darf er sich jetzt de Fermat nennen. Im Laufe der Jahre bekleidet er verschiedene Ämter am obersten Gerichtshof in Toulouse; seine berufliche Tätigkeit dient ihm zur Sicherung seines Lebensunterhalts. In einem internen Bericht wird der Jurist Fermat als gelehrt, aber gelegentlich als verwirrt und gedankenverloren beschrieben. Dass er dennoch in höhere Ämter befördert wird, liegt an seiner Unbestechlichkeit und daran, dass viele Juristen am Gerichtshof Opfer einer Pest-Epidemie werden.
Was Fermat von seinen dienstlichen Aufgaben ablenkt, ist die Mathematik

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