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Dezember 2008

Bereits zu Lebzeiten wird er als princeps mathematicorum (Fürst der Mathematiker) bezeichnet – die Zahl seiner mathematischen Entdeckungen ist unfassbar.
Carl Friedrich Gauss | 10-Pfennig Briefmarke der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1955.
Bereits zu Lebzeiten wird der in Braunschweig geborene Carl Friedrich Gauss als princeps mathematicorum (Fürst der Mathematiker) bezeichnet – die Zahl seiner mathematischen Entdeckungen ist unfassbar. Seine außergewöhnliche Begabung wird bereits in der Volksschule erkannt. Über den 9-jährigen Gauss wird berichtet, dass er in kürzester Zeit mit einer Rechenaufgabe fertig ist, die sein Lehrer Büttner der Klasse aufgetragen hat:
1 + 2 + 3 + … + 100 = 5050
Sein Trick: Von außen nach innen vorgehend, fasst er jeweils die kleinste und größte Zahl zu einer Summe zusammen: 1+100, 2+99, 3+98, …, 50+51; das ergibt 50-mal die Summe 101 …

Lehrer Büttner spürt, dass er diesem Jungen nicht wirklich etwas beibringen kann, und schenkt ihm ein Schulbuch über Arithmetik, das sich dieser selbstständig erarbeitet. Zusammen mit seinem Schulassistenten Martin Bartels (1769-1836) überzeugt Büttner die mittellosen Eltern (der Vater verdient den Lebensunterhalt u. a. als Lehm-Maurer und Haus-Schlachter; die Mutter kann kaum lesen und schreiben), dass ihr Sohn unbedingt in eine höhere Schule wechseln muss. Vom 11. Lebensjahr an besucht Gauss das Gymnasium Catharineum; mit 14 Jahren wird er dem Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig vorgestellt, der ein Stipendium gewährt und die Aufnahme eines Studiums am Collegium Carolinum (heute: Technische Universität Braunschweig) ermöglicht.

Von 1795 an studiert Gauss Mathematik, Physik und klassische Philologie an der Universität zu Göttingen, die eine größere Bibliothek hat. Sein Physikprofessor…
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