Der Mathematische Monatskalender | 01.02.2011

Februar 2011

Heinz Klaus Strick
Lambert Adolphe Jaques Quetelets Laufbahn beginnt Anfang des 19. Jahrhunderts: Der 17-jährige wird Mathematiklehrer. Die Liebe zur mathematischen Gesetzmäßigkeit verfolgt ihn aber auch sein ganzes späteres Leben. An der Universität hört er Vorlesungen von Joseph Fourier und Pierre Laplace und promoviert in Gent über die Theorie der Kegelschnitte. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere gründet Quetelet (1796 – 1874) die Sternwarte in Brüssel.

Immer wieder versucht er aber auch im menschlichen Wesen mathematische Regelmäßigkeiten zu finden. 1835 sorgt er mit seiner Schrift "Über den Menschen und die Entwicklung seiner Fähigkeiten, oder Versuch einer Physik der Gesellschaft" für weltweites Aufsehen. Dabei folgt er dem Gedanken, dass sich auch soziale Phänomene wie Kriminalitäts- oder Selbstmordraten ähnlich wie physikalische Vorgänge mathematisch beschreiben lassen. Und er untersucht, von welchen (sozialen) Faktoren diese möglicherweise abhängen. Auf seine Überlegungen zum "mittleren Menschen", "der im mittleren Maße alle Eigenschaften der anderen besitzt", geht auch der heute vielfach verwendete Body-Mass-Index zurück.

Hier geht es zum pdf-Download des "Mathematischen Monatskalenders", der im Februar 2011 von Adolphe Quetelet handelt:
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