Als besondere Leistung des chinesischen Mathematikers
ZU CHONGZHI gilt die Bestimmung der Kreiszahl π mit einer
Genauigkeit von 7 Dezimalstellen. Diese Genauigkeit wird
erst im 15. Jahrhundert, also fast 1000 Jahre später,
durch den letzten großen Mathematiker des islamischen
Mittelalters, AL KASHI, übertroffen und Ende des 16.
Jahrhunderts in Europa durch LUDOLPH VAN CEULEN. Ab
1670 dann stehen mit der Entwicklung der Differentialrechnung durch NEWTON und LEIBNIZ völlig andere Berechnungsmethoden zur Verfügung.
ZU CHONGZHI ist als Beamter am chinesischen Hof tätig -
wie sein Großvater und sein Vater, die ihr astronomisches
Wissen und ihre mathematischen Kenntnisse und Fertigkeiten
an ihn weitergeben. Im alten China ist man der Ansicht,
dass das Recht des Kaisers zu herrschen diesem vom Himmel gegeben werden muss – als Beweis für die himmlische Beauftragung gilt es, wenn ein Herrscher einen
neuen Kalender einführt.
In seiner Funktion als hoher Regierungsbeamter bemüht sich ZU CHONGZHI in diesem
Sinne darum, einen Kalender zu entwickeln, der