Der Mathematische Monatskalender | 01.10.2011 | Drucken | Teilen

Oktober 2011

Julius Wilhelm Richard Dedekind (1831 – 1916) leistete wichtige Beiträge für die Mathematik - von A wie Algebra bis Z wie Zahlentheorie. Sein enormes Lebenswerk fundiert auf der Zusammenarbeit mit zahlreichen namhaften Mathematikern, unter anderem Carl Friedrich Gauß.
Heinz Klaus Strick
Richard Dedekind
© Heinz Klaus Strick
Richard Dedekind
© Heinz Klaus Strick
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Julius Wilhelm Richard Dedekind (1831 – 1916) wird als viertes Kind eines Juraprofessors in Braunschweig geboren. Während seiner Schulzeit an den örtlichen Gymnasien wird dem vielseitig begabten Jungen schnell klar, dass er Mathematik studieren möchte.

Begeistert nimmt er sein Studium in Göttingen auf und besucht voller Wissensdurst die verschiedensten Vorlesungen – auch zur Experimentalphysik. So lernt Dedekind auch Carl Friedrich Gauß kennen – und wird dessen letzter Doktorand. In nur vier Semestern promoviert Dedekind über die Theorie der eulerschen Integrale.

Kurz nach seiner Habilitation stirbt Gauß. Sein Nachfolger wird Peter Gustav Lejeune Dirichlet. Schon lange hat Dedekind die aktuellen Arbeiten des renommierten Mathematikers verfolgt. So freut er sich, dass er durch Dirichlets Ruf nach Göttingen selbst mit ihm zusammenarbeiten kann.

1858 wird Dedekind durch Dirichlets Einfluss an das Polytechnikum in Zürich berufen; auch weil er – im Gegensatz zu seinen Mitbewerbern – bereits Vorlesungen für "ungeübte Hörer" gehalten hat. Doch obwohl er in Zürich wichtige Ergebnisse für die Differenzialrechnung erringt, kehrt er schon nach kurzer Zeit enttäuscht in seine Heimatstadt Braunschweig zurück…
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