August 2008

Pierre Fermat stellte im 17. Jahrhundert seine berühmt gewordene Vermutung auf, dass die n-te Potenz einer Zahl nicht in die Summe zweier Potenzen des gleichen Grades zerlegt werden kann, wenn n > 2 ist. Der Beweis dieses Satzes gelang erst 1994.
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 Bild vergrößernPierre de Fermat – Sonderbriefmarke
Im Jahr 2001 gab die französische Post anlässlich des 400. Geburtstages von Pierre de Fermat diese Briefmarke heraus. Sie erinnert an den berühmten, von Fermat formulierten Satz (FERMATsche Vermutung), dessen Beweis Andrew Wiles im Jahr 1995 gelungen war. Das genaue Geburtsdatum Pierre de Fermats lässt sich wohl nicht mehr ermitteln: Zwar existiert eine Eintragung im Taufregister von Beaumont-de-Lomagne (nahe Toulouse) vom 20. August 1601 über die Taufe eines Pierre Fermat, aber die Inschrift seines Grabes in Toulouse besagt, dass Pierre de Fermat am 12.01.1665 im Alter von 57 Jahren starb (also 1607 oder 1608 geboren sein muss).

Vermutlich hat es sich so zugetragen: Der wohlhabende Lederhändler Dominique Fermat ist in erster Ehe mit Franciose Cazeneuve verheiratet; 1601 wird ihnen ein Kind namens Pierre geboren und stirbt bald darauf. Nach dem Tod seiner ersten Ehefrau heiratet Dominique Fermat seine zweite Frau, Claire de Long. Einer der in dieser Ehe geborenen Jungen erhält den gleichen Vornamen wie sein verstorbener Halbbruder.

Nach dem Besuch der örtlichen Schule der Franziskaner besucht Pierre Fermat die Universitäten in Toulouse und Bordeaux – mit großem Interesse an mathematischen Themen. In Orléans schließt er ein Jura-Studium an; 1631 wird er als Anwalt in Toulouse zugelassen. Zum Conseiller au Parlement (Gericht) ernannt, kümmert er sich um Petitionen der Bürger an die Regierung in Paris. Wegen der Bedeutung des Amtes darf er sich jetzt de Fermat nennen. Im Laufe der Jahre bekleidet er verschiedene Ämter am obersten Gerichtshof in Toulouse; seine berufliche Tätigkeit dient ihm zur Sicherung seines Lebensunterhalts. In einem internen Bericht wird der Jurist Fermat als gelehrt, aber gelegentlich als verwirrt und gedankenverloren beschrieben. Dass er dennoch in höhere Ämter befördert wird, liegt an seiner Unbestechlichkeit und daran, dass viele Juristen am Gerichtshof Opfer einer Pest-Epidemie werden.

Was Fermat von seinen dienstlichen Aufgaben ablenkt, ist die Mathematik …
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