Knapp eine Milliarde Menschen sind laut FAO unterernährt, obwohl genug Nahrung für alle da wäre. Die gerechte Verteilung zu gewährleisten, gehört zu den großen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte. Teil 5 der Serie "Zukunft der Menschheit".
925 Millionen Menschen waren im Jahr 2010 unterernährt, schätzt die Welternährungsorganisation (FAO). Alle fünf Sekunden stirbt ein Kind an Hunger. Gleichzeitig verringert sich die fruchtbare Ackerfläche der Erde, schwinden die Fischbestände der Meere, und bis 2050 soll die Menschheit um weitere zwei Milliarden auf mehr als neun Milliarden anwachsen. Ist eine noch größere Hungerkatastrophe bereits vorprogrammiert?
Um das zu beantworten, lohnt ein Blick auf die Umstände, unter denen Menschen hungern. Wenig überraschend dürfte dabei sein, dass 98 Prozent der Betroffenen in Entwicklungsländern leben. Trotzdem unterstützt die Organisation "Feeding America" in den USA 37 Millionen Menschen mit Nahrungsmitteln – in einem Land, in dem jeder Dritte als fettleibig gilt. Hunger, das wird daran deutlich, bedeutet zunächst einmal nicht, dass die globale Produktionskapazität für Nahrungsmittel zu gering ist.
So ist jeder zweite Hungernde weltweit selbst Bauer. Ein großer Teil lebt von der...
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