Es sollte eine Sensation sein: Mit der gleichzeitigen Veröffentlichung zahlreicher Publikationen wollten Forscher mit der Ansicht aufräumen, große Teile unseres Erbguts seien schlicht Müll. Im Gegenteil, die so genannte Junk-DNA erfülle eine Reihe wichtiger Aufgaben. Doch die Medienresonanz folgte der Jubelstimmung nur begrenzt. So fragte beispielsweise die "FAZ" unter der Überschrift "Verstehen wir das?" kritisch, ob die neuen Statistiken nicht bloß die Zwischenbilanz eines Datengebirges seien, das in solchen Projekten angehäuft werde. Außerdem seien die Fragen, die mit der Entzifferung des vermeintlichen Erbgutmülls (ENCODE steht für Encyclopedia Of DNA Elements) aufgeworfen wurden, größer als die Antworten, die in den nun gelieferten Zahlen steckten. Solchen Fragen werden sich womöglich auch die Forscher des DEEP-Projekts stellen müssen: Im Rahmen des Deutschen Epigenom-Programms, das seit Anfang September 2012 läuft und mit 16 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird,...