Erde 3.0
Globaler Wassermangel muss nicht sein
Süßwasser wird immer knapper, denn der weltweite Bedarf wächst rapide. Die Technologien, mit denen man den Notstand abwenden kann, stehen zur Verfügung. Nur müssten die Verantwortlichen sie jetzt einsetzen.
Im heißen Phoenix in Arizona dagegen wacht mein Sohn vom Sprühen der automatischen Rasensprenganlagen in den Gärten ringsum auf. Die fünftgrößte Stadt der USA mit vier Millionen Einwohnern liegt zwar in der Sonora, einer der größten Wüsten der Welt, aber niemand bekommt dort Wassermangel hautnah zu spüren. Im Gegenteil, selbst Parks und Golfplätze werden stets grün gehalten. In dieser Region bewilligten Politiker, dass für Grünanlagen der Städte und Vorstädte Wasser aus der Landwirtschaft entnommen wird. Allerdings wird auch aufbereitetes Brauchwasser für solche Zwecke verwendet, ebenso wie in anderen Bereichen, wo es auf Trinkwasserqualität nicht ankommt.
Auf den Umgang mit dem verfügbaren Süßwasser nehmen Politiker überall in der Welt großen Einfluss. Dass sie diese Befugnis oder Macht klug gebrauchen, wird zukünftig immer wichtiger sein. Jetzt schon steigt der Bedarf vielerorts rascher, als die gut zugänglichen Ressourcen nachliefern. Obwohl die heikle Lage allzu bekannt ist, zeichnet sich vorerst keine


Peter Rogers ist an der Harvard
University in Cambridge (Massachusetts)
Gordon-McKay-Professor für
Umwelt-Engineering und Professor
für Stadt- und Regionalplanung. Er
gehört zum Beraterstab der Organisation
Global Water Partnership,
die sich zum Ziel gesetzt hat, das
Wassermanagement in der Welt zu
verbessern.
abrufen




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1. Wassermangel trotz Bevölkerungsrückgang?
19.06.2009, Magnus Rummey, AugsburgGenerell finde ich den Artikel viel zu allgemein und zu sehr auf die Situation in den USA fixiert. Ein derart umfangreiches und komplexes Thema kann man nicht in dieser Kürze abhandeln, ohne dass am Ende fast nur Inhalte übrig bleiben, die man schon in der Schule gelernt hat. Probleme von Mehrwasserentsalzungsanlagen werden fast gar nicht erwähnt, nur, dass es viel Energie kostet, was man wirklich nicht unterschätzen sollte. Ein anderes Problem ist das Abwasser. Ein etwas abgeschnittenes Meer kann durch intensive Nutzung von Meerwasserentsalzung versalzen. Ich denke da beispielsweise an das Mittelmeer. Das wirkt sich zum einen auf die Energieeffizienz der Anlagen selber aus, als auch auf die ganze Tier und Pflanzenwelt.
Das Thema hätte leicht eine 5-teilige Reihe interessanter und abwechslungsreicher Artikel hergegeben, aber auf diese Größe gestutzt war der Artikel kaum das Lesen wert.
2. Traditionelles Grundwassermanagement
23.06.2009, Jörg Michael, HannoverSingh hat in der zweiten Hälfte der 80er-Jahre angefangen, in der indischen Provinz Jaipur traditionelle Methoden des "Grundwassermanagements" wiederzubeleben. Er grub dazu traditionelle "Johads". Diese bestehen im Wesentlichen aus einen 100 - 200 qm großen und ca. 5 m tiefen halbkreisförmigen "Sickerteich", der das Oberflächenwasser aus einem ca. 100 Hektar großen Einzugsgebiet einsammelt. Das dort versickernde Wasser geht ins Grundwasser über und verbessert auf diese Weise die Versorgung mit Wasser. Zur Auswahl geeigneter Standorte war traditionelles Wissen der einheimischen Bevölkerung (z. B. über die lokalen Bodenverhältnisse) unabdingbar. Im Laufe der Jahre gelang es ihm, mehrere weitgehend trocken gefallende Flüsse "wiederzubeleben". Dafür wurde ihm im Jahr 2001 der "Ramon Magsaysay Preis" verliehen, der ihm auch die Anerkennung seiner Arbeit durch die indische Regierung einbrachte.
3. Zisternen unerwünscht
03.12.2009, Ralf Howe-König, 48565 Steinfurt