Die meisten Forscher sind sich einig: Die Wiege des Lebens ist das Meer. Ein Team um einen Biophysiker aus Osnabrück präsentiert nun eine alternative Hypothese - entstanden seien die ersten Zellen auf den frühen Kontinenten. Für diese These ernten die Wissenschaftler Widerspruch.
Wir wissen nicht, wo es geschah oder wie, aber dass es passierte, davon legt unsere Anwesenheit Zeugnis ab. Vor etwas mehr als dreieinhalb Milliarden Jahren entstand irgendwo auf der Erde ein System aus chemischen Reaktionen, das sich selbst unter Energieverbrauch aufrecht erhalten und vervielfältigen konnte. Es hat das bis heute ununterbrochen getan - in den unzähligen Varianten dessen, was wir als Leben bezeichnen.
Wissenschaftler sind sich heute weit gehend einig, dass die Entstehung des Lebens kein unwiederholbarer Glücksfall war, sondern das Ergebnis einer Umwelt, die nach nachvollziehbaren Prinzipien aus zu Beginn recht einfachen chemischen und physikalischen Prozessen im Laufe der Zeit immer komplexere System hervorbrachte. Die genauen Bedingungen, unter denen das geschah, sind jedoch noch strittig.
Kam das Leben doch vom Land?
Nun postuliert ein Team um die Biologen Armen Mulkidjanian und Eugene Koonin [1], das...
Wenn Sie "Spektrum - Die Woche" zwei Wochen lang kostenlos und völlig unverbindlich testen möchten, bestellen Sie einfach hier ein kostenloses Schnupperabonnement. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an service@spektrum.com