Forschungspreis
Wasabi, Schildkröten, Käfersex: Die IgNobel-Preise 2011
Ein japanisches Team um Makoto Imai von der Medizinischen Universität Shiga erhielt den IgNobel-Preis in Chemie für die Erforschung von Wasabi-Geruch als Warnstoff in Feuermeldern. Hauptbestandteil ist die Chemikalie Allylisothiocyanat, die auch im Schlaf noch die Nasenschleimhaut reizt. Für den Preis in Physiologie untersuchten Wiener Forscher, ob Gähnen auch bei Köhlerschildkröten (Geochelone carbonaria) ansteckend ist. Die Antwort ist nein. Die eigentliche Leistung bei diesem Projekt dürfte es allerdings gewesen sein, das Tier zu trainieren, auf Kommando zu gähnen.
Weitere Preise befassen sich mit Themen von großer praktischer Relevanz, wie die Arbeit von John Perry aus den USA. Perry erhielt den Literaturpreis für seine Theorie der strukturierten Prokrastination – ihre Grundidee ist, dass man als Leistungsträger wichtige Dinge tun sollte, um noch wichtigere aufzuschieben. Eine Forschergruppe aus den USA, Australien und den Niederlanden untersuchte die Auswirkungen von Harndrang auf die Selbstkontrolle und erhielt dafür den Medizin-Preis. Die komplette Liste aller Preisträger und die Links zu den preisgekrönten Arbeiten finden Sie auf der Webseite der IgNobel-Preise. (lf)



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