Futurologie
Erde ohne Menschen
Mal angenommen, die gesamte Menschheit wäre plötzlich verschwunden - was würde bleiben von unserer Zivilisation? Alan Weisman wirft einen Blick in die Zukunft der Erde - ganz ohne Menschen.
Ich fand heraus, dass unsere imposante Infrastruktur, die so monumental und unzerstörbar wirkt, tatsächlich auf einigen recht fragilen Konzepten basiert. Sie kann nur deshalb dauernd funktionieren und weiter existieren, weil einige Menschen sich aktiv darum


ist Autor von fünf
Büchern, darunter "Die Welt ohne
uns – Reise über eine unbevölkerte
Erde" (Piper, 2007). Er schreibt für
zahlreiche Magazine und unterrichtet
an der Universität von Arizona für Journalismus
abrufen





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1. Konkretes Beispiel für Erde ohne Menschen
19.11.2007, Peter Maier, WienDabei gäbe es ganz konkrete "Untersuchungsobjekte", Stichwort die Katastrophe von Tschernobyl. Aus der benachbarten Stadt Prypjat wurden damals schlagartig alle Menschen evakuiert und es setzte ein entsprechender Verwitterungsprozess der menschlichen Zivilisationsobjekte ein, welcher nun schon über 20 Jahre entsprechend beobachtet werden kann. Man braucht dazu nicht fiktive Beispiele "Was wäre New York ohne Menschen" ausdenken.
2. Nettes Gedankenspiel
25.11.2007, Roland Schnack, Asangstrasse 207, StuttgartWäre es nicht ein schmerzlicher Verlust, wenn die Menscheit von der Erde verschwände ?
Diese Frage ist so rührend naiv und gleichzeitg so entlarvend für den noch immer vorherrschenden Mittelpunktswahn vieler Menschen.
Für wen soll es denn ein schmerzlicher Verlust sein?
- für uns als Individuum, ja bestimmt
- für alle "Kreaturen" auf unserem Planeten,
bestimmt nicht
- für "das Universum", völlig belanglos.
Bei Lichte betrachtet ist unsere Spezies, bei aller Bewunderung für unsere Verstandesleistung, eine blutrünstige und barbarische Art, die, überspitzt
formuliert, sämtliches Leben auf der Erde entweder in Nutztiere, Nutzplanzen oder in Schädlinge bzw. Unkraut einteilt und entsprechend behandelt. Die
innerhalb der eigenen Spezies unterdrückt, ausbeutet, mordet, foltert, so dass man sich im Grunde schämen muss dieser Art anzugehören.
Wenn der Autor dann noch meint ... unser Vieh würde uns vermissen (Rubrik ... Und die Verlierer), dann wird es vollends grotestk. So wie wir unser Vieh behandeln möchte wohl kein Mensch behandelt werden. Das Vieh, und hier z.B. speziell die völlig überzüchtete Milchkuh, ist nur insofern Verlierer, als dass sie ohne uns praktisch nicht mehr überlebensfähig ist.
Im Prinzip geht es so weiter:
Oh Gott, werden wir alle sterben? Kommt jetzt das Ende?
Es gab noch nie und es wird nie eine Überlebens-garantie für eine Spezies auf diesem Planeten geben und das gilt auch für uns.
Der Unterschied zum bisherigen Artensterben ist nur: wir leisten massive aktive Sterbehilfe für die eigene Art.
Ich denke, dass sein Gedanke, "die Umweltprobleme durch seine Betrachtungsweise in neuem Licht zu sehen" nicht erreicht wird, weil er den Verursacher zu sehr in eine Zuschauerrolle setzt.