Eisig, abgelegen und bedroht durch die globale Erwärmung – eine Beschreibung, die nicht nur auf den Nord- und Südpol passt. Sie gilt auch für den "dritten Pol" der Erde: das fünf Millionen Quadratkilometer große Tibet-Hochplateau und den Himalaja. Nach der Antarktis und Arktis lagern hier die drittgrößten Eisvorräte des Planeten, die sich auf 46 000 Gletscher und riesige Permafrostflächen verteilen. Doch obwohl sehr viele Menschen vom Wasser aus dieser Region abhängen, hat sich die Wissenschaft diesem Erdteil noch weit weniger gewidmet als den polaren Breiten. Da die Gletscher des "Dachs der Welt" einige der größten Flüsse des Kontinents speisen - die wiederum rund 1,5 Milliarden Menschen in zehn Ländern versorgen -, bezeichnet man das Gebiet auch als Wasserturm Asiens. Diese Gletscher schmelzen nun jedoch rapide dahin und füllen Seen an ihrem Ende, die jederzeit...