Das Schnabeltier, findet Francis Collins, sieht nach einem evolutiven Verkehrsunfall aus, und da dürfte ihm niemand widersprechen. Ornithorhynchus anatinus ist als einer von zwei lebenden Vertretern der Kloakentiere schon rein äußerlich wirklich etwas ganz Besonderes. Kurz die anatomischen Fakten: Das Tier hat einen Entenschnabel, ein Fell und giftige Sporne mit Schlangentoxin ähnlichem Inhalt an den Hinterbeinen. Dazu kommt seine originelle Idee der Jungenaufzucht - zunächst im Ei abgelegt wie ein Küken, schlüpfen die Babyschnabeltiere sehr schnell, um dann den langen Rest des Weges bis zur Semi-Selbstständigkeit wie ein gewöhnlicher Säugling mit Muttermilch hochgepäppelt zu werden. Insgesamt sieht es so aus, als ob Schnabeltiere sich nicht recht entscheiden konnten, ob sie...