Neuere Erkenntnisse aus der Molekularbiologie machen diese Vorstellung zunichte: Insbesondere bei der Hirnentwicklung scheinen in manchen Bereichen eher die väterlichen Gene, in anderen die mütterlichen den Ton anzugeben. So spielen Papas Erbanlagen womöglich eine größere Rolle bei der Reifung jener Areale, die mit Wachstum, Essverhalten und Fortpflanzung zu tun haben. Mamas Gene dagegen beeinflussen stärker solche Regionen, die für komplexes Denken zuständig sind. Auch scheint die Veranlagung zu bestimmten geistigen Erkrankungen eher mütterlicherseits als väterlicherseits vererbt zu werden
Genomische Prägung
Ungleiche Gaben
Die Statur vom Papa, das Naturell von der Mama - was ein Kind von welchem Elternteil erbt, ist kein Zufall. Denn bei bestimmten Eigenschaften haben eher die vom Vater stammenden Erbanlagen das Sagen, bei anderen die mütterlichen.
Neuere Erkenntnisse aus der Molekularbiologie machen diese Vorstellung zunichte: Insbesondere bei der Hirnentwicklung scheinen in manchen Bereichen eher die väterlichen Gene, in anderen die mütterlichen den Ton anzugeben. So spielen Papas Erbanlagen womöglich eine größere Rolle bei der Reifung jener Areale, die mit Wachstum, Essverhalten und Fortpflanzung zu tun haben. Mamas Gene dagegen beeinflussen stärker solche Regionen, die für komplexes Denken zuständig sind. Auch scheint die Veranlagung zu bestimmten geistigen Erkrankungen eher mütterlicherseits als väterlicherseits vererbt zu werden


Melinda Wenner ist freie Wissenschaftsjournalistin und lebt in New York.

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