Schwarze Strände, kristallklares Wasser, üppige Vegetation - die kleine Karibikinsel Montserrat ist ein Traumziel für Fernreisende. Oder besser gesagt war: Denn unter dem Eiland brodelt es heftig, und der Vulkan Soufrière Hills spuckt immer wieder Glut und Asche über das einstige Tropenparadies - in einem unverstandenen Rhythmus.
Daniel Lingenhöhl
20 000 Jahre herrschte Ruhe - zumindest eine, die nicht nachhaltig gestört wurde. Dann brach der Soufrière Hills mit Urgewalt los: Eine heftige Explosion im Nordwestkrater des Vulkans erschütterte am 18. Juli 1995 das britische Überseegebiet Montserrat in der Karibik, Aschewolken stiegen auf, heiße - pyroklastische - Ströme aus Gas und Gestein schossen die Berghänge hinab. Bald wurde der Südteil der kleinen Antilleninsel evakuiert, und Ascheregen gingen auf der verlassenen Hauptstadt Plymouth sowie dem einzigen Flughafen nieder.
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